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  • Yarp

Der Neue auf der Insel (Teil 3)


Stu hieß eigentlich René. Jedoch verdankte er seinen Namen dem Umstand dass er relativ klein war und ein rundes Gesicht besaß, welches dezent an eine Maus erinnerte. Da er von seinen Freunden deshalb häufiger Stuart Little genannt wurde, hatte sich die Abkürzung Stu als Spitzname eingebürgert. Als er auf die Insel kam hatte er es dabei belassen. Was gingen die anderen Insassen seinen richtigen Namen an. Finch kannte er seit knapp 2,5 Monaten. Er wusste nicht ob Finch ihm seinen richtigen Namen genannt hatte, aber es war ihm auch egal. Für ihn zählte nur, dass er sich bisher immer auf ihn verlassen konnte und ohne ihn vermutlich nicht mehr am Leben wäre. Bevor er auf Finch getroffen war und sich ihm anschloss, hatte er sich weit im Süden aufgehalten, nahe der Stelle an der er auf der Insel wach geworden war. Er erinnerte sich noch genau an den Tag seiner Ankunft… Er spürte jeden einzelnen seiner Knochen und jeden noch so kleinen Stein von dem kalten, harten Waldboden auf dem er zu sich kam. Sein Körper fühlte sich steif an und schmerzte bei jeder Bewegung, nur sein Kopf fühlte sich dumpf und schwer an. Orientierungslos stolperte er durch den Wald ohne die Umgebung wirklich wahrzunehmen. Es fiel ihm schwer einen klaren Gedanken zu fassen. Alles war in ein sanftes Licht getaucht, als würde die Sonne grade auf oder unter gehen. Vor ihm öffnete sich der Wald und gab die Sicht auf eine Bahnstrecke frei. Minutenlang starrte er darauf, als könnte sie verschwinden wenn er den Kopf von ihr weg drehte. Langsam nahm er wahr, dass die Strecke teilweise überwuchert war mit Pflanzen und die Schienen einen Eindruck erweckten, als wären sie seit Jahren nicht mehr benutzt worden. Er wendete sich nach links und folgte der Strecke bis er auf eine Hauptstraße traf. Die Bahnstrecke selbst ging auf einer Brücke weiter in einen Tunnel und unter dieser verlief quer die Hauptstraße. Kein Auto oder Lebenszeichen weit und breit außer ein paar kleinen Häusern auf der rechten Seite. Die Bewegung hatte ihm gut getan. Sein Körper schmerzte nicht mehr bei jedem Schritt und auch sein Kopf wurde langsam klarer. Dafür spürte er jetzt um so deutlicher, dass er Hunger hatte. Er entschied sich in den Häusern nach Menschen und Essen zu suchen. Was ist passiert? Wie bin ich hier her gekommen? Und wo ist hier überhaupt? War ich nicht eben noch mit Stu und Finch unterwegs? Sie wollten doch mit mir Lebensmittel organisieren in so einem bewachten Militärgebiet und hatten mich doch extra noch mit einem Funkgerät und einer Weste ausgestattet bevor wir los sind. Das Funkgerät. Moment… Warum hab ich jetzt wieder meine Häftlingskleidung an. Ist das überhaupt meine Häftlingskleidung? Er blickte auf das Etikett an seinem Oberteil. Nr. 56290-49. Ja die Nummer stimmt. Seltsam. Überall standen medizinische Geräte und er hatte das Gefühl dass irgendetwas hier nicht stimmte. Sein Arm schmerzte. Warum hatte er eine Nadel im Arm und der Schlauch führte zu einem der seltsamen Geräte? Das alles ging ihm in sekundenschnelle durch den Kopf, bevor von dem Gerät ein lautes Piepsen ertönte und eine orange farbene Flüssigkeit in seinen Körper gepumpt wurde. Er konnte sich grade noch fragen was das für ein Zeug ist, als er auch schon das Bewusstsein verlor.

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